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Friedrich Schiller [02.01.2022]




„Das Werk beginnt mit einem Zitat von Hypokrates: Was Arznei nicht heilen, heilt das Messer, was das Messer nicht heilt, heilt das Brennen, was aber das Brennen nicht heilt, das muss als Unheilbar angesehen werden“


[Maximilian -regierender Graf von Moor -Söhne: Karl und Franz -Herkunft evtl. Maximilian -> Maxi Milian -> Maxi Milan > der grösste Falke]


[Erster Aufzug: Erste Szene: -Schloss: Franz bekümmert um die Gesundheit des Vaters da traurige Benachrichtigung vom Bruder; liest Brief vor: Karl‘s Draufgänger Geschichten; Franz darüber genervt stachelt Wut des Vaters an; vergleicht sich mit Karl; verlangt seine Enterbung; Vater stimmt zu… „bis er anders wird“ und verlangt „bring ihn nicht zur Verzweiflung.“; Franz holt sich Auftrag die Antwort selber zu schreiben -Franz hat den Brief selber geschrieben; hofft den Vater zu ermüden; liefert Einblick in sein Seelenleben]


[Franz: -Sohn von Maximilian -„Ihr seht, ich kann auch witzig sein. Aber mein Witz ist Skorpionsstich.“ -„und dann der trockene Alltagsmensch. Der kalte hölzerne Franz und wie die Titelchen alle heissen mögen.“ -„Wie viele Tausende, die voll gesoffen haben vom Becher der Wolllust, sind durch Leiden gebessert worden?“ -Urkundenfälscher -wütend auf Natur da sich nicht schön findet: verlangt „Mord und Tod“ -„Das Recht wohnet beim Überwältiger und die Schranken unserer Kraft sind unsere Gesetze.“ -drückt ihm die Augen zu "Wer wird nun kommen und es wagen mich vor Gericht zu fordern? Oder mir ins Angesicht zu sagen 'Du bist ein Schurke'. Weg dann mit dieser lästigen Larve von Sanftmut und Tugend. Nun soll sie den nackten Franz sehen und Euch entsetzen.]


[Franz: -Sohn von Maximilian] -„Ihr seht, ich kann auch witzig sein. Aber mein Witz ist Skorpionsstich.“ -„und dann der trockene Alltagsmensch. Der kalte hölzerne Franz und wie die Titelchen alle heissen mögen.“


"Sein Verstand geht im Ring herum, ich glaub er macht Verse."


[Briefinhalt:] "Unglücklicher Bruder, nur kürzlich muss ich dir melden, dass deine Hoffnung vereitelt ist. Du sollst hingehen lässt dir der Vater Vater sagen wohin dich deine Schandtaten hinführen. Auch sagt er: werdest du dir keine Hoffnung machen jemals Gnade zu sein Füssen zu erwimmern, wenn du nicht gewärtig sein wollest, im untersten Gewölb seiner Türme mit Wasser und Brot so lang traktiert zu werden, bis deine Haare wachsen wie Adlersfedern und deine Nägel wie Vogelsklauen werden. Das sind seine eigene Worte. Er befiehlt mir, den Brief zu schließen. Leb wohl auf ewig. Ich bedaure dich – Franz von Moor."


[Roller:] "Auch die Freiheit muss ihren Herrn haben, ohne Oberhaupt ging Rom und Sparta zugrunde." [Spiegelberg:] "und das muss ein erleuchtender Kopf sein. Ein feiner politischer Kopf muss das sein. Wenn ich mir jetzt denke, was ihr vor einer Stunde waret, was ihr jetzt seit. Durch einen glücklichen Gedanken seit."


[Erster Aufzug: Zweite Szene: -Schenke in Sachsen: Karl von Moor liest Buch; Spiegelberg am Tisch; Karl beklagt voreingenommenen Unterricht -Spiegelberg erinnert Karl an ihre Abenteuer um ihn davon abzuhalten anständig zu werden; -Karl erwartet einen Brief; Schwarz gibt ihm den Brief; Karl erkennt die Handschrift des Bruders: "la bourse ou la vie"; Karl geht hinaus -Spiegelberg: will zu einem neuen Abenteuer aufbrechen, schliesslich nichts zu verlieren; Vorschlag Räuberbande zu gründen um das goldene Alter wieder zurückrufen (evtl. Anspielung auf Goldrush?): Zustimmung; wollen Moor als Anführer; Karl wird zum Hauptmann: "Was für ein Tor ich war, dass ich ins Käficht zurück wollte." (bezeichnet sich als Adler); Spiegelberg eifersüchtig: Dein Register hat ein Loch. Du hast das Gift weggelassen.]


[Erster Aufzug: Dritte Szene -Schloss: Amalia und Franz -Amalia mag ihn nicht und will allein sein; Franz liebt sie und steht in Karls Schatten]


[Erster Aufzug: Dritte Szene -Schloss: Amalia und Franz -Amalia mag ihn nicht und will allein sein; Franz liebt sie und steht in Karls Schatten; behauptet er hätte ihren Ring weg gegeben; -Amalia: "das Karl unmöglich das werden kann"; -Franz spielt weiterhin das Opfer und behauptet "zuletzt ergriff er meine Hand und sprach leise mit Tränen: ich verlasse Amalia. Ich weiss nicht. Mir ahndets (scheint es) als hiess es auf ewig. Verlass sie nicht, Bruder. Sei ihr Freund, ihr Karl wenn Karl niemehr wiederkehrt."; auch hier bemerkt sie seine Lüge; -geht Füsse stampfend (Kind im Menschen sehen um Verhalten zu verstehen): "So sollst du vor mir zittern, mich einem Bettler aufopfernd." -Amalia's Liebe unerschüttert]


[Zweiter Akt: Erste Szene -Franz führt Selbstgespräche: Leben des Vaters Maximilian dauert ihm zu lange; überlegt Gift zu verwenden: "hat man doch die Giftmischerei beinahe in den Rang einer ordentlichen Wissenschaft erhoben und die Natur durch Experimente gezwungen ihre Schranken anzugeben"; -Hermann kommt hinzu und bestätigt ihn in seinen Bestrebungen; wird von Franz angestachelt; Franz verspricht ihm Amalia als Belohnung; soll sich unkenntlich verkleiden und Vater berichten Karl sei gestorben;]


[Zweiter Akt: Zweite Szene: -Schlafzimmer von Maximilian: Amalia und Maximilian -Amalia: "dir kann ich nicht zürnen"; Maximilian träumt von seinem Sohn; wacht auf und wünscht sich ihn in der Nähe; sie spielt am Klavier "willst dich Hektor ewig mir entreissen" -Daniel kommt und kündigt eine wichtige Mitteilung: 'er hab Euch eine wichtige Zeitung' (Zeitung = etwas zeitlich dringendes oder vielleicht etwas aus einer anderen Zeit im Sinne von eine Mitteilung welche zu einem anderen Zeitpunkt als jetzt und direkt kommt) -Verkleidete Person (Hermann mit verändertet Stimme): "wenn er wider Willen Euer Herz durchbohrt, ich bin ein Fremdling in diesem Lande"; erzählt er wäre wegen Armut (hätte keinen Vater mehr) in den Krieg gezogen und sei dort gestorben; -Franz kommt hinzu heuchelt den Helden vor indem er zur verkleideten Person spricht "bist du gekommen um dem Vater den Todesstoss zu geben?"; wie erstaunt "mir Amalias Portrait" -Amalia: "bestochener Betrüger!"; glaubt ihm dann aber -Hermann verschwindet -"Franz verlass meine Amalia nicht" steht auf dem Schwert; -Auf Wunsch von Maximilian liest Amalia den Jammer des Verlassenen vor um das Unaussprechliche zu sagen -Maximilian stirbt; Franz glücklich]


[Jammer des Verlassenen von Amalia aus der Bibel vorgelesen:] "Da nahm sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut und schickten den bunten Rock hin. Und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagten 'diesen haben wir gefunden, siehe ob es deines Sohnes Rocke sei oder nicht'. Er kannte ihn aber (=er wusste dass es nicht der Rock des Sohnes ist) und sprach 'Es ist meines Sohnes Rock. Ein böses Tier hat ihn gefressen. Ein reissend Tier hat Joseph zerrissen'. Und Jakob zerriss seine Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leide um seinen Sohn lange Zeit. Und all seine Söhne und Töchter traten auf, dass sie ihn trösteten. Aber er wollte sich nicht trösten lassen und sprach: 'Ich werde mit Leid hinunterfahren'."


[Allgemeine Gedanken zum Erbrecht: -Erbrecht kann auch (über-)mächtige Tyrannen hervorbringen -Problem der Tyrannei: hoher Zeitverlust bis zum einpendeln zurück in eine normal funktionierende Gesellschaft oder sogar gesellschaftliche Resonanzkatastrophe -über Grundeinkommen kann Zeitaufwand bis zum einpendeln erheblich reduziert werden]


"Wenn der ehrliche Mann einmal aus dem Nest gejagt ist, so ist der Teufel Meister." ... "Du plünderst einen Mann Haus und Hof ab, bis ihm kein Hemd mehr am Leibe hebt. Als dann kommt er dir von selber."


[Zweiter Akt: Dritte Szene: -Böhmische Wälder; Spiegelberg, Razmann & die Räuber -schaukeln sich gegenseitig mit Räubergeschichten auf; erzählen wie sich Nachahmer den Galgen stolz um den Hals legen lassen; "reist du in das Graubündner Land, das ist das Athen der heutigen Gauner"; Spiegelberg erklärt wie er jeweils vorgeht; -bestehender Hauptmann der Räuberbande sei gerecht; Roller ist gefangen und wird gefoltert; -Schüsse fallen in der Nähe; Schweizer und Roller zu hören; Grimm und Räubertrupp kommen; Roller ist befreit; erklären wie sie ihn befreit haben; -Schufterle prahlt mit Untaten; Karl enttäuscht; bemerkt Kontrollverlust: -werden von Husaren, Dragoner und Jäger umzingelt; Spiegelberg und Schweizer streiten; -Pater weist Karl auf seine Verbrechen hin; die Reuter kommen (evtl. 'es reut er' also 'jene die es reut'); Karl schützt den Pater vor den andern und möchte dass man von ihm gut denkt; -Karl nutzt Brandrede um Kampfwille zu erzeugen]


[Spiegelberg:] "Memento mori. Aber das regt mich nicht an ('das zieht bei mir nicht'). Geh ich vorbei am Rabenstein. So blinz ich nur das rechte Auge zu und denk du hängst mir wohl alleine. Wer ist dir nahe: ich oder du?" (evtl. 'ich ... oder doch wohl eher du!)"


[Allgemeine Gedanken zum Entwurf der 'Chaos-Analyse': -Rückfall in bzw. Kristallisierung der festen Verhaltensmuster bei Chaos: Ein völliges Durcheinander tritt selten ein, da allgemeines Streben der Menschen in die genau entgegengesetzte Richtung: Ordnung und Sicherheit. Chaos kann trotzdem vorkommen und wenn es vorkommt, dann können wichtige sonst kaum sichtbare Merkmale einer Person hervor treten. Aber auch Dynamiken (zwischenmenschliche Beziehungen; Interaktion) werden sichtbar. -Bsp.: Unternehmen welche Chaos erleben (Neuorientierung verlangt) und überleben (Neuorientierung erfolgreich): Profil zur Reaktion der Fach- und Führungskräfte erstellen: basierend darauf belohnen und rematch; (Kündigungen erfolgen von selber da natürliche - als Abgrenzung zur formalen - Autorität verloren geht): -Wie reagiert der einzelne Mensch im Chaos? -Wer reagiert wie? -Wie reagieren Menschengruppen (Abteilung) im Chaos? -Wie reagieren juristische Personen im Chaos? -Beantwortung dieser Fragen kann Performancesteigernde Massnahmen liefern -Achtung: sichtbar werden des Kindes im Menschen darf nicht umgekehrt gelesen werden: "wie als Kind so auch als Erwachsener" da sonst Gefahr des Vor Urteils (Determinismus)]


[Dritter Akt: Erste Szene: -Amalia im Garten spielt auf der Laute; schwärmt von Karl; -Franz kommt hinzu: verlangt von ihr Dankbarkeit und ist bereit dies zu erzwingen; droht ihr; Amalia entwaffnet ihn (nimmt ihm den Degen weg); sie will ins Kloster; -Hermann kommt und verlangt Vergebung und erzählt "Karl lebt noch" und "auch euer Oheim" (Oheim = Bruder der eigenen Mutter; evtl. wurde früher der Schwiegervater auch einfach als Vater bezeichnet)]


[Dritter Akt: Zweite Szene: -Gegend an der Donau -Räuber auf Anhöhe unter Bäumen; Pferde weiter unten -Karl, Schweizer, Schwarz, Grimm, Bruder: philosophieren; Karl wünscht sich Kindheit (unbeschwerte Zeit) zurück; -Kusinsky kommt: hat Hoffnungen verloren; bietet ihm seine Dienste an; Karl will ihn davon abhalten: „Willst ein Schelm, ein Meuchelmörder werden?“, erklärt ihm die Unumkehrbarkeit dieser Entscheidung; Kusinky erzählt Geschichte: Verlobte wurde durch Intrigen weg genommen; Karl will nach Franken;]


[Vierter Akt: Erste Szene: -Ländliche Gegend um das moorische Schloss -Kusinky soll sich als Reutknecht von Graf von Brand aus Mecklenburg (verkleideter Karl) aus und soll ihn im Schloss ankündigen; -Karl grüsst seine Heimat; sehr aufgeregt;]


[Vierter Akt: Zweite Szene: -Gallerie im Schloss: Amalia, Karl, Räuber; -Amalia im Gespräch mit Karl (sie erkennt ihn nicht: wie Odysseus nach der Rückkehr); sieht das Bild seines Vaters; Amalia weint beim Bild von Karl; Karl hat nun keine Zweifel mehr; macht sich Vorwürfe seinen eigenen Vater ermordet zu haben; -Franz bemerkt das Schauspiel; Daniel sagt was er gesehen und gehört hat; hat Tränen des Unbekannten gesehen als er vor Maximilians Bild stand; Franz beauftragt den Daniel das Henkermahl zu servieren und droht ihm;]


[Vierter Akt: Dritte Szene: -Daniel und Karl (verkleidet) -Daniel: küsst seine Hand und erkennt ihn; versucht durch Erinnerungen an seine Kindheit emotional durchzudringen; Karl gibt sich zu erkennen; gibt Anweisungen; Daniel erklärt dass er zuhause für tot erklärt wurde; -Karl: Selbstvorwürfe; wird wütend und flüchtet;]


[Vierter Akt: Vierte Szene: -im Garten: Amalia -Amalia weint; versucht sich den Graf von Brand aus dem Kopf zu reden da sie ihrem Karl treu bleiben will; Karl kommt hinzu; -Karl fragt wer die verherrlichte Person ist; sie schwärmt von Karl; sie erklärt dass sie ihn für tot hält; er erklärt er hätte auch eine Amalia; -beschreibt den Karl als unschuldig; versucht ihn von seiner Blutrünstigkeit abzuwenden; er flüchtet vor seinem ich;]


[Vierter Akt: Fünfte Szene: -Wald in der Nacht: Schloss: Räuberbande auf der Erde: besingen carpe diem; -Schweizer, Razmann, Spiegelberg, Schwarz, Grimm; will er uns verraten? erste Diskussionen um Führungsposition streitig zu machen: ständige Neupositionierungen innerhalb Gruppe; -Spiegelberg: wer hat ihn eigentlich zum Hauptmann ernannt (Herausforderung: erster Schritt); Schweizer schützt Position von Karl mündlich und zieht Messer: sticht auf Spiegelberg ein (evtl. ist Spiegelberg hierarchisch auch unter Schweizer und damit forderte er auch ihn hinaus); will auch den Razmann vertreiben (wäre wohl Rechte Hand von Spiegelberg geworden); -Vergleich Brutus und Cäsar; -Hermann und Karl begegnen sich; Karl öffnet Ruine und erkennt seinen gefangenen Vater; -Maximilian erklärt Hergang; Maximilian will gegen Franz ziehen; Auftrag an Schweizer;]


[Fünfter Akt: Erste Szene: -Aussicht von vielen Zimmern: Daniel nimmt Abschied um Seele zu retten; Franz kommt und versteht Abgang nicht; Franz wird krank vor Angst; sogar Angst davor was er im Schlaf sagt; -Moser kommt; evtl. schämt sich Franz für seine Angst: verlangt Antworten macht aber Witze; Moser bezeichnet ihn als Tyrannen; Franz genervt; -Moser: zwei Todsünden: Vatermord und Brudermord; -Bedienter: Amalia und Maximilian entflohen; -Daniel: Räuber kommen; Reue über Sünde; -Schweizer tobt „wir hinauf oder er hinunter; -Daniel flieht; Franz bringt sich um;]


[Fünfter Akt: Zweite Szene: -Maximilian, Karl, Räuber: -Maximilian weint um Franz: Erbarmen; „habe einen Sohn gequält und ein anderer musst mich quälen.“: „beide Kinder verloren“; -Karl: „dein Sohn ist ewig verloren“ (will evtl. Zuneigung); -Grimm: Schweizer ist gestorben; -Amalia kommt: „du rasest vor Entzückung“; Karl will davon; Maximilian stirbt an Karls Worten; Amalia und Karl streiten und versöhnen sich; -ein Räuber nennt ihn einen Verräter (evtl. weil selber keine Liebe sollen andere auch keine Liebe geniessen) -Karl: „Sünder kann nicht umkehren“; -Amalia: möchte lieber sterben als ein weiteres Mal verlassen werden; -Karl: „willst du allein glücklich sein“ -er ermodet sie; -Karl übernimmt die Rolle von Franz: setzt alle Absichten von Franz um; -Vom Selbstvorwurf zum Selbsthenker; -Internalisierung Fremdhass da zu lange untätig ->vom Fremdhass zum Selbsthass;]


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