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  • Flamur Shala Grendel strasse 19 6004 Luzern

Hermann von Helmholtz Über die akademische Freiheit [14.06.2022]

Updated: Dec 22, 2022


[Hier oben könnte ihre Werbung stehen (Die Verbindung der Webseite flamurshala.ch will seit Tagen nicht funktionieren. Habe deshalb meine Texte zum Grundeinkommen auf matematika.ch veröffentlicht). Bild von Flamur Shala am 19.12.202.]


[Gedanken zum Grundeinkommen von Flamur Shala bis zum 14.06.2022]


"Die mittelalterlichen Universitäten Europa's haben ihren Ursprung zunächst als private freie Vereinigungen ihrer Studirenden genommen, welche unter dem Einflusse berühmter Lehrer zusammentraten und ihre Angelegenheiten selbst ordneten.

...

Die Studierenden jener Zeit waren überwiegend reife Männer, die zunächst nur zur eignen Belehrung und ohne unmittelbaren praktischen Zweck die Universitäten aufsuchten; bald fing man an auch Jüngere hinzusenden, welche meist unter Aufsicht der älteren Mitglieder gestellt wurden."


"Ja gerade in dem von mir vertrenen Fache der Physik, welches die theoretische Grundlage sämmtlicher anderen Zweige der Naturwissenschaften bildet, treten auch die besonderen Charakterzüge ihrer Mehtode am schärfsten hervor."


"Was das Gespenst der Rivalität zwischen den Universitätslehrern betrifft, mit dem man die öffentliche Meinung zuweilen zu schrecken sucht, so kann eine solche nicht zu Stande kommen, wenn die Lehrer und die Studirenden von rechter Art sind.

Zunächst kommt es ja nur an grösseren Universitäten vor, dass ein und dasselbe Fach doppelt besetzt ist, und selbst wenn kein Unterschied in der amtlichen Definition des Faches besteht, so wird ein solcher zwischen den wissenschaftlichen Richtungen der Lehrer dasein, und sie werden sich in ihre Arbeit so theilen können, dass jeder die Seite vertritt, die er am besten beherrscht.

Zwei ausgezeichnete Lehrer, die sich in solcher Weise ergänzen, bilden dann ein so starkes Anziehungscentrum für die Studirenden des Faches, dass beide keine Einbusse an Zuhörern erleiden, wenn sie auch in eine Anzahl der weniger eifrigen sich theilen müssen."

[Die Bipolare Erziehungsmethode finden wir bereits bei der Erziehung durch die Eltern.

Oder verlieren die Eltern ihre Autorität an jenem Tag wo wir herausfinden, dass sie 'sich in solcher Weise ergänzen'? (im Gegensatz zu jenem Tag wo sie unsere Fragen nicht mehr beantworten können)]

[In der digitalisierten Welt kann die bipolare Erziehungsmethode auch ausserhalb vom eigenen Land oder sogar Kontinent statt finden.

Ähnlich wie in Rothko's Farbfeldmalerei ist auch Macht die Überlagerung vieler Schichten von Strängen von einem Ende zum anderen führend.

Soll im Grundeinkommen auch Weiterbildung belohnt werden, welche uns explizit auf diese bipolaren Stränge/Schichten hinweisen?

Eine Aufstellung möglicher Zusammenarbeit folgender Pole:

EU-USA

DE-USA

DE-CH

CH-China

CH-Indien

CH-Indonesien

China-Indien

DE-Türkei

Türkei-Indonesien

Oder existieren auch tripolare Erziehungsmethoden?

China-Indien-Indonesien

Von der E.T-Strategie zur ICI-Strategie.]

"Nach dem ursprünglichen Sinne des Wortes ist Doctor ein 'Lehrer', oder Jemand dessen Fähigkeit als Lehrer anerkannt ist."

"An den mittelalterlichen Universitäten konnte jeder Doctor, der Schüler fand, auch als Lehrer auftreten."

"Die freie Ueberzeugung der Schüler ist nur zu gewinnen, wenn der freie Ausdruck der Ueberzeugung des Lehrers gesichert ist, die Lehrfreiheit."

"Auch lässt sich nicht läugnen, dass häufig genug Männer von bedeutenden wissenschaftlichen Leistungen und geistiger Originalität einen recht holperigen, schwerfälligen und stockenden Vortrag haben."

"... sie begreifen nicht, wie man ohne den grössten Schaden junge Männer so sich selbst überlassen könne."

"Freiheit bringt nothwendig Verantwortlichkeit mit sich. Sie ist ebenso verderbliches Geschenk für haltlose Charaktere, als sie werthvoll für starke ist."

"... mussten die deutschen Universitäten sich dem leitenden Einfluss der Staatsgewalt fügen. Principiell ging in Folge dessen die letzte Entscheidung in fast allen wichtigeren Universitätsangelegenheiten an den Staat über ..."

"... die Universitäten Deutschlands einen viel grösseren Kern innerer Freiheit und zwar der werthvollsten Seiten dieser Freiheit gerettet haben, als in dem gewissenhaft conservativen England und dem der Freiheit stürmisch nachjagenden Frankreich."

"Es ist stehen geblieben bei uns die alte Auffassung der Studirenden als selbst verantwortlicher junger Männer, die aus eignem Triebe die Wissenschaft suchen, und denen man es frei überlässt ihren Studienplan sich einzurichten, wie sie es für gut finden.

Wenn für einzelne Berufsarten noch das Hören bestimmter Vorlesungen vorgeschrieben wurde, sogenannter Zwangscollegien, so war es nicht die Universität als solche, sondern es waren dei Staatsbehörden, welche später den Candidaten zu einem bestimmten Beruf zulassen sollten, die solche Vorschrift gaben."

„Sie haben keine Wahl zwischen verschiedenen Lehrern und schwören also in verba magistri; das giebt eine glückliche Zufriedenheit mit sich selbst und Freiheit von Zweifeln.

War der Lehrer gut gewählt, so genügt dies für die gewöhnlich vorkommenden Fälle, in denen der Schüler es so macht, wie er es den Lehrer hat machen sehen.

Erst in den ungewöhnlichen Fällen erprobt es sich ja, wie viel wirkliche Einsicht und Urtheil der Schüler gewonnen hat.

Uebrigens ist die französische Nation begabt, lebhaft und ehrgeizig; das corrigirt viele Mängel des Unterrichtsystems.“

„Ausserhalb der Hörsäle leben die französischen Studirenden ohne Aufsicht, ohne besonderes Standesgefühl und Standessitte mit den gleichartigen jungen Männern anderer Berufsarten vermischt.“

[Literatur:

-Horaz

-Johannes Müller (Physiolog)

-Ernest Renan

-Humphrey Davy

-Faraday

-Darwin

-Grote

-David Strauss

-Alexander von Humboldt

-Wilhelm von Humboldt

-Leopold von Buch

-Lehre des Hippokrates]

[Angenommen im Grundeinkommen wird das Lesen von Klassiker belohnt, soll dann auch Literatur gelesen werden welche den Kolonialismus rechtfertigt? Um sich vor solchen und anderen Einstellungen besser zu schützen?]

„Die englischen Universitäten leisten in gewissen Beziehungen sehr Erhebliches. Sie erziehen ihre Schüler zu gebildeten Männern, freilich zu solchen, die den Schranken ihrer politischen und kirchlichen Partei nicht durchbrechen sollen und auch in der That nicht durchbrechen. Oxford gehört vorzugsweise den Tories, Cambridge den Whigs an.“

[Politique Comparée:

Vergleich unterschiedlicher Schulen.

Wenn das Lesen in Grundeinkommen belohnt werden soll. Soll das Lesen klassischer Bücher und ihre Referenzen höher bewertet werden?]

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